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offene Spaßturniere in den Sommerferien
z.B. Ansageschach, Karten- und alternative Brettspiele u.v.m. jeweils freitags um 19.30 Uhr
Jugendserie in Lehrte
Am 07.09.2019
Senioren-Pokalmannschaftsmeisterschaft der Vereine
Meldeschluss ist der 10. Oktober 2019. Ansprechpartner ist Jürgen Reinecke.

Vereinsabend

Immer mittwochs und freitags in der Begegnungsstätte Altwarmbüchen, an der Riehe 32, 30916 Isernhagen.
Ab 16:30 Uhr für Kinder und Jugendliche, ab 18 Uhr für Erwachsene. Wir freuen uns auf euch!

Spielbericht SD Isernhagen 2 – SC Hämelerwald

Bericht von Holger Ernst

„Der große Showdown“

Zu unserem letzten Spiel in der Saison 2018/19 mussten wir nur Pascal ersetzen – sein Bruder Patrick stellte sich der unangenehmen Aufgabe, denn heute ging es schließlich um den Verbleib in der Bezirksklasse. Hämelerwald kam wie erwartet in einer starken Besetzung, allerdings fehlten die beiden nachgemeldeten Jens Steven (1847)und Barbara Michalek (1704). So hoffte ich trotzdem auf ein 4:4, welches beiden Mannschaften ihre Saisonziele erreichen lassen würde.

Der Mannschaftsführer ging mit gutem Beispiel voran und holte relativ schnell den ersten Punkt, nachdem sein Gegner eine Bauerngabel zuließ. Reinhard hatte parallel ein ausgeglichenes Endspiel auf dem Brett und einigte sich auf ein Remis. 1,5:0,5

Ein Blick in die Runde gab meiner Hoffnung weitere Nahrung: Jürgen hatte sich den Vorteil einer Leichtfigur verschafft, Patrick einen starken Königsangriff und auch Kevin spielte schon mit einer Mehrqualität. Kati wickelte in ein Endspiel gegen das Läuferpaar und einen Mehrbauern ab – hier sollte noch lange gespielt werden. Jens versuchte einen Königsangriff, allerdings auf Kosten der Bauern am Damenflügel. Roberts Partie war ziemlich unklar, aber ich vertraute auf seine Rechenkünste.

Jürgen verwertete schließlich seinen Figurenvorteil in einen vollen Punkt und somit hatten wir schon 2,5 Punkte. Es sah alles nach Klassenerhalt aus.

Patrick wollte den Gegner richtig unter Druck setzen und suchte die Entscheidung. Doch sein Angriff schlug nicht durch und er sah sich auf einmal in der Defensive. Er versuchte sich noch gut zu verteidigen, allerdings machte es Benjamin Bank (1134) wirklich klasse.

Jens hatte an Brett 7 gegen Marius Göcke (1460) ein Einsehen und gab auf – die 3 Mehrbauern am Damenflügel waren langfristig nicht aufzuhalten.

Ein Blick rüber zu Robert verbesserte meine Laune allerdings wieder – er hatte inzwischen eine Qualität gewonnen, allerdings spielte sein Gegner noch mit Dame, Turm und Springer, welcher schon sehr aktiv stand. Robert suchte nach einem für ihn günstigen Abtausch und hoffte auf ein Endspiel, in welchem seine Qualität sich durchsetzen würde. Doch Karl-Heinz Dins (1774) setzte Roberts offenem König immer mehr zu und stellte ihn schließlich auf der b-Linie. Robert musste die Dame geben und gab sofort auf. 2,5:2,5

Das Spiel kippte. Auch Patrick sah sich inzwischen einem Freibauern ausgesetzt und musste eine Figur geben. Da er vorher auch noch eine Qualität gegeben hatte, als er die „falsche“ Figur setzte, war das Ergebnis absehbar. Er spielte noch einige Züge, aber die Partie war verloren. 2,5:3,5

Tja, so ist Schach. Unsere gute Ausgangsbasis war auf einmal dahin und ich musste erst mal einige tröstende Worte für Patrick und Robert finden.

Inzwischen war nämlich klar, dass auch Katis Kampf gegen Klaus-Peter Scheibe (1930) bald vorbei sein würde. Damit war klar, dass wir nicht mehr auf 4 Brettpunkte kommen konnten und nun hieß es hoffen. Kevin spielte immer noch auf den vollen Punkt, denn es gab Konstellationen, in denen auch die Brettpunkte noch wichtig sein konnten.

Unsere einzige Chance bestand jetzt noch aus „Schützenhilfe“ aus Anderten und Calenberg. Wenn beide gewinnen würden, hätten wir den Klassenerhalt doch noch geschafft. Fiebernd schaute ich auf die Seite vom Schachbezirk nach Ergebnissen. Nach dem gefühlten „hundertsten aktualisieren“ die erste gute Nachricht. Anderten hatte bei Eystrup gewonnen. Nun hing alles an dem Ergebnis aus der Partie Laatzen 2 – Calenberg. Die Minuten vergingen und schließlich stand dort ein Ergebnis: Calenberg hatte tatsächlich mit 6-2 in Laatzen gewonnen. Unser Klassenerhalt war perfekt. Schnell rannte ich nach oben um Kevin die frohe Botschaft mitzuteilen. Man einigte sich auf ein friedliches Remis und somit verloren wir zwar 3-5, aber profitierten von den Ergebnissen der anderen Schauplätze.

Jubel kam auf und viele Umarmungen folgten. Gerade den Spielern, die in Ihren Partien eine Achterbahnfahrt hinter sich hatten standen die Tränen in den Augen, denn sie hatten schon befürchtet, dass ein möglicher Abstieg mit Ihrer Person verbunden sein würde. Somit hielten wir zum zweiten Mal in Folge die Klasse in der mit drei Absteigern überaus schweren Bezirksklasse. Nun können wir beruhigt die neue Saison planen und uns auf ein weiteres Jahr Bezirksklasse freuen. Doch so ein Saisonfinale brauche ich persönlich nicht wieder – selten war ein letzter Spieltag wohl so emotional.

Vielen Dank an alle Mitstreiter aus meiner Mannschaft, aber auch an alle „Nachrücker“ aus der dritten. Ohne euch hätten wir unser Ziel wohl nicht erreicht. Herausragend sind sicherlich die Leistungen von Jürgen (6,5/9) und auch von Kevin, der sich häufig weitaus stärkeren Gegnern ausgesetzt sah und trotzdem mit 2,5/7 eine starke Bilanz holte. Auch Kati war sich nach einem Jahr Pause nie zu schade sich an das erste Brett zu setzen und gegen um 170 DWZ stärkere Gegner alles zu geben. Klasse Kati. Ein Wort noch zu Robert. Seine Bilanz ist mit 50% sicherlich nicht herausragend, wenn man aber sieht, dass er in 3 von 4 verlorenen Partien klar besser stand, dann weiß man, welches Potenzial er hat. Hier ist er noch lange nicht am Ende, denn aus jeder Niederlage lernt man etwas dazu. Wenn er diese kleinen Fehler noch abstellt, kann sich die erste Mannschaft auf einen starken Neuzugang freuen.

Danke also noch einmal an alle, die beim Klassenerhalt mitgeholfen haben. Ich freue mich schon auf die nächste Saison.

Spielbericht HSK Lister Turm 4 - SD Isernhagen 2

Bericht von Holger Ernst

„Überraschung ohne Niederlage“

Trotz der Ausfälle von Kati und Pascal reisten wir gestern guten Mutes zum Auswärtsspiel beim HSK Lister Turm an. Wir spielten bei der 4. Mannschaft, die einen um 100 DWZ höheren Schnitt aufwies, aber wir haben in dieser kuriosen Saison schon wiederholt erlebt, dass DWZ nicht alles ist. Auch der kurzfristige Ausfall von Detlef in der ersten Mannschaft wurde vorher am Samstag noch geklärt, Patrick gab sein Debut in der Ersten und so mussten wir unsere Aufstellung nicht noch einmal ändern.

Eine erste kleine Überraschung gab es an Brett 5, dort fand Luis Ripoll (1692) keinen Gewinnweg gegen Reinhard und bot schließlich Remis, welches Reinhard dankend annahm. 0,5:0,5

Auch Jens bot sein obligatorisches Remis an Brett 6 gegen Dr. Fritsch an und auch dieser willigte ein. 1:1

Nachdem auch Torsten Gans (1833) an Brett 1 den halben Punkt akzeptierte, kam bei mir erste Hoffnung auf, dass wir heute vielleicht doch was mitnehmen konnten. 1,5:1,5

Schließlich hatte Robert an Brett 2 schon seinen unnachahmlichen Königsangriff mit schwarz gestartet und bereits 2 Bauern erobert. Hier vertraute ich auf Roberts Technik und auch ein Blick an Brett 3 von Jürgen ließ mein Herz höherschlagen – er hatte ebenfalls einen starken Königsangriff.

Ich selbst sah mich einer seltenen Eröffnung ausgesetzt: 1. e4 c5 2. a3!? Sc6 3. b4 cxb4 4. d4 Mein Gegner Wolfgang Müller (1712) meinte hinterher, dass er das auch noch nie gespielt hat – ich benötigte jedenfalls ungewöhnlich viel Zeit in der Eröffnung, fand aber die theoretisch besten Züge. So verblieb ich mit einem gesunden Mehrbauern und konnte sogar später noch den c-Bauern erobern, der mir 2 verbundene Freibauern in der a- und b-Linie verschaffte.

Michael Schoder, den wir noch am Mittwoch zum Einsatz überreden konnten, startete ebenfalls einen Königsangriff der sehr verheißungsvoll aussah. Er kam allerdings nicht gleich beim ersten Versuch durch und musste sich zunächst einmal konsolidieren.

Hans-Jürgen war heute offensichtlich besonders motiviert und wollte die „Scharte“ aus Bückeburg ausmerzen, wo er bereits nach wenigen Zügen auf Verlust stand. Und dies gelang ihm heute eindrucksvoll.

Aber nach der Reihe: Zunächst hörte ich ein Raunen von Brett 2 – Robert wickelte seinen Vorteil durch Damentausch ab und verblieb mit Turm und einigen Bauern im Plus – Stephan Schneegans (1794) hatte genug und gab auf. 2,5:1,5

Hans-Jürgen meldete einige Augenblicke später den vollen Punkt. 3,5:1,5

Als dann auch noch kurz darauf Michael gegen Frank-Christian Baum (1602) zum vollen Punkt vollendete, gab es kein Halten mehr. 4,5:1,5

Der Sieg war nach 6 Brettern bereits perfekt. Unglaublich. Jürgen überlegte einige Minuten an seinem nächsten Zug, bis er eine Springergabel bemerkte – auch Thomas Wehberg (1768) gab damit auf. 5,5:1,5

Jetzt wurde es deutlich. Mein zwischenzeitliches Remisangebot hatte Wolfgang Müller auf Grund des Spielstandes abgelehnt und sah sich nun meinen Freibauern ausgesetzt. Ich gab den a-Bauern auf, um den b-Bauern bis auf b2 vorzuziehen. Müller erhielt zwar noch leichtes Gegenspiel, aber ich konnte die Einbruchsfelder der gegnerischen Dame gut abdecken. Angesichts von nur noch wenigen Minuten auf der Uhr und noch 10 zu spielenden Zügen bot ich abermals Remis, da der Mannschaftssieg bereits unter Dach und Fach war. Müller willigte eine und so erreichten wir einen herausragenden 6-2 Auswärtssieg, mit dem ich nie im Leben gerechnet hatte.

Mit 7 Punkten nach 6 Spielen ist der Klassenerhalt in dieser engen Liga wieder in Reichweite, da ja 3 Mannschaften absteigen müssen. Allerdings benötigen wir sicherlich noch 2 Punkte aus den letzten 3 Spielen, um den „Deckel“ drauf zu machen. Mit der Leistung von heute bin ich da allerdings sehr zuversichtlich. Herausragend heute sicherlich die beiden Siege von Michael und Hans-Jürgen aus der dritten Mannschaft, die beide ohne Respekt an Ihre schwierige Aufgabe gingen und diese grandios lösten. Unser nächstes Spiel ist am 24.02. zu Hause gegen Döhren-Gleidingen.

Spielbericht SV Laatzen 2 - SD Isernhagen 2

Bericht von Holger Ernst

4-4 gewonnen?“

Gestern absolvierten wir unser Auswärtsspiel beim SV Laatzen 2.

Für Jens und Reinhard war es eine Rückkehr an die alte Spielstätte und so gab es ein großes Hallo. Sehr erfreulich auch der erste Einsatz von Pascal sowie von Michael Schoder. Obwohl wir Kati an die erste Mannschaft abgeben mussten (wo sie prompt Ihren ersten Zähler diese Saison einfuhr), hatten wir also eine schlagkräftige Mannschaft. Laatzen musste den erkrankten Hans Michel und Eckhardt Baumann ersetzen, immerhin Ihre Bretter 2 und 6. So rechnete ich mir durchaus etwas aus und wir starteten in die Partien.

Jens bot seinem Gegner relativ zügig ein Remis an, welches dieser dankend annahm. 0,5:0,5

Pascal holte aus der Eröffnung einen Bauern heraus und versuchte diesen Vorteil in einen ganzen Punkt umzuwandeln. Nach einem Generalabtausch verblieb er mit einem aktiven Turm, der noch weitere Bauern einsammelte und so gab Jannis Renzelmann (1650) auf. 1,5:0,5

Kevin war gegen Hans-Joachim Cablitz (1843) schon stark unter Druck – hier sah es nicht gut aus.

Ich selbst attackierte Stephan Zobrys (1628) und rechnete den Gewinn eines Zentrumsbauern – leider fehlte mir der Mumm für die Abwicklung, die tatsächlich funktioniert hätte. Trotzdem fand ich einen Weg, der in einem gewonnenen Schwerfigurenendspiel endete. Meine Bauernstruktur war weitaus besser, doch leider stellte ich meine Dame so „unglücklich“ hin, dass Zobrys mittels 2 Schachgeboten und Damentausch seine Struktur wieder in die Remisbreite brachte. Wir zogen noch ein paar Züge und einigten uns friedlich. 2-1

Robert hatte parallel einen vielversprechenden Königsangriff gestartet, doch er übersah ein Qualitätsopfer mit anschließender Gabel von Ruben Korb. 2-2

Auch Kevin musste die Segel streichen, obwohl er zwischendurch noch Gegenspiel erhielt – doch die Erfahrung von Cablitz, der schon mal über 2100 DWZ hatte, zahlte sich aus. 2-3

Bei Jürgen sah es inzwischen ganz gut aus, er hatte im Mittelspiel eine Leichtfigur erobert. Hier hoffte ich auf den vollen Punkt. Michael hatte allerdings ebenfalls eine Leichtfigur weniger und auch Reinhard fehlte es an Gegenspiel. Es sah nicht gut aus, trotz der nominellen Schwäche von Laatzen.

Reinhard sah sich einem Bauernsturm am Königsflügel ausgesetzt, versuchte sich noch ein paar Züge zu verteidigen, aber gegen den Angriff von Lara Kiesel war kein Kraut gewachsen. 2-4

Jürgen fand bei sehr offener Stellung einen Ausweg aus der Fesselung seiner Dame und konnte schließlich den vollen Punkt verbuchen. 3-4

Nun hing alles an Michael.

Und ein Blick auf sein Brett ließ Jürgen, Reinhard und mich die Augen reiben: Statt Minusfigur hatte Michael inzwischen eine Qualität + 2 Mehrbauern. Sehnsüchtig warteten wir auf den nötigen Figurenabtausch, doch Micha spannte uns noch ein wenig auf die Folter. Schließlich zog er nach einem weiteren Bauerngewinn Dg5 mit erzwungenem Damentausch. Das verbliebene Endspiel mit 2 Türmen gegen Turm/Läufer + 3 Mehrbauern war dann klar gewonnen und sein gegenüber hatte ein Einsehen. 4-4

Puuh, das war mal wieder eine ordentliche Achterbahnfahrt der Gefühle. Letztendlich ein gerechtes Ergebnis, mit dem wir nach dem Rückstand auch gut leben können. 3 Mannschaftspunkte nach 3 Partien sind voll im Soll.

Unser nächstes Spiel ist zu Hause am 15.12.2018 gegen Eystrup.