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Frühjahrsopen 2018
Aktuelle Ergebnisse

Vereinsabend

Immer mittwochs und freitags in der Begegnungsstätte Altwarmbüchen, an der Riehe 32, 30916 Isernhagen.
Ab 16:30 Uhr für Kinder und Jugendliche, ab 18 Uhr für Erwachsene. Wir freuen uns auf euch!

Spielzeiten während der Sommerferien

Liebe Schachfreunde,

während der Sommerferien (28.06.2018 bis 08.08.2018) beginnen die Vereinsspieltage erst ab 18 Uhr.

Ab dem 10.08.2018 gelten dann wieder die üblichen Spielzeiten ab 16:30 Uhr.

Finale im Hohlfeld-Pokal 2018

Am Freitag, den 22. Juni spielten wir das Finale im Hohlfeld-Pokal gegen die SG Garbsen/Marienwerder. Die Aufstellungen:

 

SD Isernhagen   SG Garbsen/Marienwerder
Marius Eilert (2026) - Hartmut Klemmt (1937)
Julian Essmann (1951) - Siegfried Gottschalk (2042)
Andreas Köppl (1696) - Thomas Poeschel (1877)
Kevin Teichert (1659) - Dieter Stummeyer(1773)

Die ambitionierteste Eröffnung spielte Dieter Stummeyer, der Kevin mit mutigem Gambitspiel von Beginn an unter Druck setzte. Kevin versuchte seinen König mit der langen Rochade in Sicherheit zu bringen, aber auch am Damenflügel waren die gegnerischen Figuren stark vertreten. Trotz zäher Verteidigung ließ sich die Partie daher leider nicht mehr retten. 0:1

Andreas ließ sich indessen von der höheren DWZ seines Gegners nicht abschrecken und spielte gewohnt energisch gegen den gegnerischen König. Auch dieses Mal ging das Konzept auf und führte zunächst zu einem Qualitätsgewinn. Als Andreas danach seine Figuren zum Mattangriff positionierte, schlug die gegnerische Dame plötzlich einen gedeckten Turm. Ein Verzweiflungszug? Nein, Thomas Poeschel hatte richtig berechnet, dass er kurz darauf mit einem Abzugsangriff die Dame zurückgewinnt. Die Partie war dadurch wieder ausgeglichen.

In der Zeitnotphase ging es dann auch an den beiden ersten Brettern hoch her. Marius geriet durch das Eindringen der gegnerischen Türme ins Hintertreffen, während Julian groß aufspielte: Erst ein Bauerngewinn, dann eine Springergabel und die korrekte Einschätzung, dass die gegnerischen Drohungen diesen Materialverlust nicht mehr kompensieren können. Ein ganz starker Sieg zum 1:1.

Hartmut Klemmt ließ nach der Zeitnotphase hingegen kein Gegenspiel mehr zu und verwertete gegen Marius präzise seinen Vorteil. Damit war der Mannschaftskampf entschieden, da Garbsen/Marienwerder auch bei einem 2:2 mit ausgeglichener Berliner Wertung als klassentiefere Mannschaft den Sieg zugesprochen bekäme. Andreas einigte sich daher mit seinem Gegner auf Remis zum 1,5-2,5 Endstand. Wir gratulieren somit der SG Garbsen/Marienwerder zum diesjährigen Gewinn des Hohlfeld-Pokals. Aber auch für uns war der Hohlfeld-Pokal mit drei packenden Pokalspielen ein tolles Erlebnis!

Robert Elsner gewinnt die Dähne-Pokal-Vorrunde in Isernhagen!

Bericht von Holger Ernst

Da der diesjährige Dähne-Pokal in Isernhagen zeitgleich zum ersten Spiel der deutschen Mannschaft bei der Fußball-WM ausgeschrieben war, schätzten wir im Vorfeld die potentielle Teilnehmerzahl als eher klein ein. Und wir sollten Recht behalten.

Neben Robert Elsner und Andreas Szymanski von den Schach-Drachen Isernhagen meldeten sich nur noch Detlev Nagel und der vereinslose Gunther Reinecke an pünktlich um 09:30 Uhr an. So hatten Bodo und Holger als Turnierleiter ein eher ruhiges Wochenende, weil damit auch klar war, dass es nur ein Halbfinale und Finale geben würde und somit der Dähne-Pokal am Samstag schon beendet werden würde. Die Auslosung für die erste Runde ergab folgende Partien:

Robert Elsner – Detlev Nagel

Andreas Szymanski – Gunther Reinecke

Robert versuchte nach der Eröffnung einen vielversprechenden Bauernsturm am Königsflügel und investierte dann noch einen Springer um die Stellung endgültig aufzubrechen. Der Computer gab ihm an dieser Stelle Recht, er stand trotz des Opfers auf +4. Doch dann fand er nicht der richtige Abwicklung, Detlev konnte sich konsolidieren und die Maschine sah Robert auf einmal bei -4. Schließlich fand er nach einem Generalabtausch doch noch eine Variante, in der er den Springer zurück gewann und schließlich in einem ausgeglichenem Turmendspiel verbleib. Beide machten noch einige Züge und man einigte sich schließlich auf Remis.

Gleiches Bild in der anderen Partie. Auch Andreas versuchte am Königsflügel durchzubrechen, Gunther Reinecke gelang es jedoch die Stellung zu schließen und somit wurde auch hier ein Remis vereinbart.

Nun musste jeweils eine Schnellschachpartie über 15 Min. die Entscheidung bringen. Gunther Reinecke beschrieb seine Spielstärke mit ca. 1800 ELO, allerdings war diese schon 30 Jahre alt. So stand Andreas, bei vertauschten Farben, vor einer Herkulesaufgabe und Reinecke zeigte, dass er nichts verlernt hatte und zog ins Finale ein. Auch bei Robert gegen Detlev setzte sich die höhere DWZ durch und Robert zog ebenfalls ins Endspiel ein. Die Auslosung ergab:

Finale: Reinecke – Elsner

Schweizer System: Szymanski – Nagel

Wie schon in der ersten Runde öffnete Robert schnell eine Linie zum gegnerischen Königsflügel und verschaffte sich schließlich einen Freibauern auf der f-Linie. Nach einem Abtausch verblieb Robert mit Turm und Dame gegen Dame, Springer und Läufer – allerdings hatte er sich inzwischen noch einen zweiten Bauern geschnappt. Der f-Bauer stand nun auf der 3. Reihe und Reinecke musste diesen mit seinem Springer blocken. Unterstützt vom Turm drang Roberts Dame auf die zweite Reihe ein und er suchte nach einer Abwicklung, die am Ende den Freibauern umwandeln ließ. Nach einem Zwischenschach auf der Grundlinie stellte er schließlich seine Dame auf e2 und Reinecke musste die Damen tauschen, da er sonst seinen Springer auf f2 aufgeben musste. Doch diese Abwicklung führte zusätzlich noch dazu, dass Robert die gegnerische Dame mit dem Freibauern zurück schlagen konnte und der Weg zur Grundlinie damit frei wurde. Reinecke hätte noch seinen Springer geben können, doch das Endspiel mit zwei Minusbauern und Qualität wollte er sich nicht mehr zeigen lassen und gab auf.

Somit qualifizierte sich Robert als Dähne-Pokalsieger für die nächste Runde und folgt damit Christian Hachtmann, dem das zuletzt vor zwei Jahren gelang.

Andreas hatte parallel gegen Detlev am Damenflügel Druck aufgebaut und sich erste Vorteile verschafft. Detlevs Leichtfiguren standen schlecht und Andreas Läuferpaar war zentral eine Macht. Seinem Plan folgend eroberte Andreas mehrere Bauern am Königsflügel und verschaffte sich dabei mehrere Freibauern. Als Außenstehender sieht man natürlich auch die taktischen Motive besser, die aber beide Kontrahenten ignorierten. So wählte Andreas den einfachen Weg und schob seine Bauern nach vorne. Detlev wehrte sich nach Kräften, musste aber dann angesichts eines Mattbildes dann doch aufgeben. Andreas spielte damit zwei sehr starke Partien mit einem Remis und einem Sieg gegen nominell stärkere Gegner. Glückwunsch.

So ging der Dähne-Pokal 2018 mit einem sehr erfreulichen Ergebnis zu Ende. Für Robert allerdings steht nun bald noch das Bezirks-Dähnepokal-Finale an in dem wir ihm natürlich fest die Daumen drücken. Vielen Dank auch an Bodo für die Unterstützung bei der Turnierleitung.

Noch eine erstaunliche Geschichte, die sich abseits des Turniers abgespielt hat: Leider erst um 10.30 Uhr kam noch 10-jähriger Inder von Hannover 96 mit seiner Familie, den wir allerdings nicht mehr sinnvoll in das Turnier integrieren konnten. So spielte erst ich und dann Bodo einige Kurzpartien gegen ihn, damit er nicht umsonst angereist war. Schnell zeigte sich, was für ein Talent dort schlummerte. Sowohl Bodo als auch ich waren mehr oder weniger chancenlos gegen SREYAS PAYYAPPAT – ein Name, den man sich merken sollte.

Christian Hachtmann gewinnt Frühjahrsopen 2018

Das Frühjahrsopen 2018 ist mit einem packenden Finale zu Ende gegangen. Die beiden Tabellenführer Christian Hachtmann und Marius Eilert trafen im direkten Duell aufeinander, während Ulf Stoy auf ein Remis in dieser Partie hoffte, um selbst noch Turniersieger zu werden.

Die Partie zwischen Christian und Marius verlief lange Zeit auf Augenhöhe, ehe Marius sich entschied einen Turm und einen Bauern zu opfern, um zwei Leichtfiguren zu gewinnen. Christian hatte jedoch einen Schritt weiter gedacht und gesehen, dass er im Anschluss noch einen wichtigen Bauern gewinnt. Sein resultierender Freibauer rückte schnell bis auf die 7. Reihe vor und ließ sich nur noch auf Kosten einer Leichtfigur aufhalten. War die Partie damit entschieden? Noch nicht ganz! Die drei Leichtfiguren von Marius nahmen noch einmal ihren Mut zusammen, um Christians König in der Brettmitte herauszufordern:

Dass der naheliegende Zug 1.Tb8 bereits zum Dauerschach führt (1...Ld2+ 2.Kf5 Sh6+ 3.Ke5 Lc3+ 4.Kf4 Ld2+ usw.) und sogar verschiedene schwarze Mattideen in der Luft liegen, steigerte noch einmal den Puls beider Spieler. Doch Christian ließ sich nicht mehr überlisten und kürte sich mit der Zugfolge 1.Kg5 Lf3 2.Le2! zum verdienten Turniersieger.

Mindestens genauso spektakulär verlief die Partie zwischen Michael Jäkel und Ulf Stoy, denn auch hier scheuten beide Spieler mit fast aufgebrauchter Bedenkzeit keinerlei Risiko. Ein tolles Spektakel für die Zuschauer, die zudem miterlebten, wie die Körpersprache beider Spieler zwischen Selbstbewusstsein und Unsicherheit hin und her pendelte und innerhalb kurzer Zeit drei Remisangebote wechselseitig abgelehnt wurden. Das vierte Remisangebot brachte schließlich die Einigung und entschied so über die Preisträger:

 

1. Platz: Christian Hachtmann

2. Platz: Marius Eilert

3. Platz: Ulf Stoy

4. Platz Markus Wolpers

1. Platz TWZ < 1700: Michael Jäkel

1. Platz TWZ < 1500: Andreas Szymanski

1. Platz Jugendwertung U-20: Leon Zweigait

1. Platz Jugendwertung U-12: Leon Zweigait

 

Hier geht es zur Abschlusstabelle.

Hier geht es zur DWZ-Auswertung.

Halbfinale im Hohlfeld-Pokal

Nach dem knappen Sieg im Viertelfinale des Hohlfeld-Pokals gegen den SK Neustadt reisten wir zum Halbfinale nach Uetze-Hänigsen:

 

SC Uetze-Hänigsen   SD Isernhagen
Matthias Dämmig (2048) - Julian Essmann (1951)
Ulrich Kubicki (1879) - Sven-Hendrik Loßin (2114)
Kai Wöhler (1799) - Marius Eilert (2026)
Dieter Hoppenstedt (1619) - Kevin Teichert (1659)

Die erste Entscheidung fiel am 3. Brett, als Marius die exponierte Königsstellung seines Gegners zum Sieg nutze. Sven opferte indessen seine Dame für zwei Türme – die richtige Entscheidung, da seine vorgerückten Bauern nun die nötige Unterstützung bekamen, um den Sieg zu sichern. Kevin hatte zu diesem Zeitpunkt bereits einen Mehrbauern und gut positionierte Springer. Diesen Vorteil ließ er sich nicht mehr nehmen und machte den Finaleinzug perfekt.

Dadurch konnte Julian nun befreit aufspielen und setzte mit einem typischen Bauerndurchbruch auf einen starken Freibauern. Sein Gegner tat es ihm gleich und erreichte mit seinem Freibauern sogar als erstes das Umwandlungsfeld. Die neue Dame ließ sich nicht mehr kontrollieren und brachte den 3:1 Endstand.

Zum Abschluss noch ein großes Dankeschön an den SC Uetze-Hänigsen für die hervorragende Gastfreundschaft, inklusive des Bereitstellens von Knabbereien und eines sommerlichen Blitzturniers auf der Terrasse des Spiellokals. Es hat viel Spaß gemacht!

Hohlfeld-Pokal 2018 gegen Neustadt

Die Paarungen im Viertelfinale des Hohlfeld-Pokals gegen den SK Neustadt ließen ein Duell auf Augenhöhe erwarten:

SD Isernhagen   SK Neustadt
Marius Eilert (2037) - Ulf Stoy (1906)
Jürgen Reinecke (1801) - Dietrich Kostka (1710)
Andreas Köppl (1696) - Stefan Wellnitz (1657)
Holger Ernst (1547) - Manfred Hannemann (1749)

Und tatsächlich entwickelte sich ein spannendes Pokalspiel, bei dem in jeder Partie alles möglich schien. Die erste Entscheidung fiel am 4. Brett. Holger hatte einen Mehrbauern und schien gegen den gegnerischen Angriff gut aufgestellt zu sein. Doch als sich die gegnerischen Schwerfiguren in die Nähe seines Königs positionierten, wehrte Holger nur eine von zwei Drohungen ab und der folgende Mattangriff beendete die Partie schlagartig zugunsten seines Gegners. Einen weiterer Rückschlag folgte am 2. Brett, wo Jürgen in einem zunächst ausgeglichenen Endspiel feststellen musste, wie trickreich Springer sein können. Immer wieder hüpfte Dietrich Kostka mit seinem Springer in Richtung Jürgens Bauernschwächen und ließ sich von dessen Läufer nicht kontrollieren. Schließlich verlor Jürgen einen wichtigen Bauern und musste kurz darauf aufgeben. Zurück ins Spiel brachte uns Andreas, der auf die Rochade verzichtete, um einen kompromisslosen Königsangriff zu entfachen:

1.d5!!

Ein fantastischer Zug, der effizient den Damentausch verhindert. Andreas hat richtig eingeschätzt, dass er den folgenden Materialverlust nicht zu fürchten braucht:

1…Lxc3+

2.Kf1 Lxa1

3.Lg7! 1:0

Ein schönes Finale! Der Läufer auf g7 verhindert, dass sich Schwarz mittels Sf6 verteidigt.

Somit fiel die Entscheidung zwischen Marius Eilert und Ulf Stoy, die bereits vor wenigen Wochen im Frühjahrsopen gegeneinander gespielt hatten. Dort gewann Ulf die Partie, dieses Mal konnte Marius ein Endspiel mit Mehrbauern erreichen. Ulf schaffte es lange, das Endspiel spannend zu gestalten und erspielte sich mit seinem Freibauern sogar eigene Gewinnchancen. Zu fortgeschrittener Stunde gelang es Marius dann, den gegnerischen Freibauern zu blockieren und seine eigenen Bauern gewinnbringend nach vorne zu ziehen. Dies bedeutete das 2:2 und den glücklichen Halbfinaleinzug aufgrund der besseren Berliner Wertung.