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5 Runden klassisches Schach
08.09. Lehrter Open
9 Runden Schnellschach
Senioren-Pokalmannschaftsmeisterschaft der Vereine
Meldeschluss ist der 10. Oktober 2019. Ansprechpartner ist Jürgen Reinecke.
22.09. Leine Open
9 Runden Schnellschach im Freizeitheim Ricklingen

Vereinsabend

Immer mittwochs und freitags in der Begegnungsstätte Altwarmbüchen, an der Riehe 32, 30916 Isernhagen.
Ab 16:30 Uhr für Kinder und Jugendliche, ab 18 Uhr für Erwachsene. Wir freuen uns auf euch!

Julian Essmann gewinnt Dähne-Pokal-Vorrunde in Isernhagen

Bericht von Holger Ernst

Zum diesjährigen Dähne-Pokal konnten wir am Samstagmorgen 8 Spieler begrüßen – zu den 6 Isernhagenern gesellten sich mit Immo Frese (Garbsen-Marienwerder) und Andreas Szymanski (Lister Turm) zwei alte Bekannte.

Die erste Runde ergab folgende Paarungen:

Julian Essmann - Immo Frese, Patrick Dähn – Werner Zoch, Robert Elsner – Andreas Szymanski und Hannes Braun gegen Jürgen Reinecke.

Wie erwartet setzten sich die DWZ-stärkeren durch, allerdings musste Julian in die Verlängerung, da die Partie gegen Immo nach tollem Kampf Remis ausging. Die Schnellschach-Partie konnte Julian dann allerdings gewinnen und zog damit in die nächste Runde ein.

Im Halbfinale kam es dann zu folgenden Partien: Robert gegen Julian und Werner gegen Jürgen. Damit stand schon fest, dass der Dähnepokal-Sieger aus Isernhagen kommen wird. Julian setzte sich gegen Robert durch, der das Turnier nutzte, um neue Eröffnungen zu testen. Sehr mutig von Robert…

Im anderen Halbfinale lieferten sich Werner und Jürgen eine atemberaubende Partie. Jürgen spielte nur noch mit der Dame gegen Dame/Läufer und Freibauer. Zwar standen auf der anderen Seite des Brettes noch 3 Bauern von Jürgen gegen einen von Werner, aber dies hatte mit dem Ausgang der Partie nicht viel zu tun. Jürgen trieb den gegnerischen König von h1 bis nach a7 mittels Schachgeboten, doch schließlich war es mit den Schachgeboten vorbei. Werners Freibauer auf a7 war nach dem bevorstehenden Damentausch bereit zur Umwandlung und es war nur eine Frage der Zeit, bis er Jürgen mattsetzen würde. Genau – eine Frage der Zeit – denn Werner hatte zu diesem Zeitpunkt nur noch 4 Sekunden auf der Uhr. Und in dieser Restzeit war ein Mattsetzen unmöglich. Doch – große Geste von Jürgen!! – bot ihm dieser fairerweise Remis an und so kam es zu einer Schnellschachpartie um den Einzug ins Finale. Jürgen setzte sich schließlich durch und somit stand das Finale fest: Jürgen gegen Julian.

In der Trostrunde setzte sich Immo gegen Hannes und Patrick gegen Andreas durch. Am Sonntag ging es dann schon um 09.30 Uhr weiter.

Das Finale war wiederum sehr spannend – Jürgen setzte auf einen Freibauern und konnte diesen allerdings nicht behaupten. Julian kassierte diesen und konnte sich somit befreien. In einem ausgeglichenen Endspiel erkannte Jürgen eine Abwicklung mit verbleibenden, ungleichfarbigen Läufern und so willigte Julian ins Remis ein.

Wieder Schnellschach! Hier zeigte Julian seine Stärke. Trotz komplizierter Stellung zog er seine Züge wesentlich schneller als Jürgen, so dass dieser in Zeitnot geriet. Er kämpfte wie ein Löwe, aber die Uhr lief weiter runter. Bei noch annähernd gleichem Material fiel das Plättchen und damit hat sich Julian für die nächste Ebene auf dem Weg zum Dähnepokal qualifiziert.

An beiden Tagen konnte ich viele tolle Partien anschauen – ein Highlight war am Sonntag auch noch die Partie aus der Trostrunde Szymanski gegen Frese: Immo war eigentlich schon auf dem richtigen Weg und hatte sich einen Bauernvorteil am Damenflügel verschafft. Dann setzte er den König von Andreas am anderen Flügel unter Druck. Ein Generalabtausch hätte ihm wohl den Sieg gebracht. Doch Andreas fand immer wieder klasse Züge und konnte sich befreien und Immos freistehenden König unter Druck setzten. Mit seiner Bauernmajorität am Königsflügel engte er Immo immer weiter ein und das verbleibende Turmendspiel war schließlich klar gewonnen für Andreas. Glückwunsch, ganz stark.

Wir wünschen Julian auf dem weiteren Weg alles Gute und bedanken uns bei allen Teilnehmern, die bei tropischen Temperaturen sehr kreatives Schach gespielt haben. Auf ein Neues in 2020!

Marius Eilert gewinnt Frühjahrsopen 2019

Mit der vollen Punktzahl gewann Marius Eilert souverän das diesjährige Frühjahrsopen. Die Entscheidung über den Turniersieg fiel in der 6. Runde, als Marius gegen seinen bis dahin ärgsten Verfolger Frank Gathmann siegreich blieb.

Zur größten Überraschung des Turniers avancierte Thomas Moseler, der trotz Setzranglistenplatz 19 das gesamte Turnier vorne mitspielte und einen herausragenden 2. Platz erreichte.

Ebenfalls ein hervorragendes Turnier spielte Dieter Stummeyer, der sich durch einen Sieg in der Schlussrunde noch auf den 3. Platz vorschob.

Die weiteren Preisträger:

4. Platz: Robert Elsner

5. Platz: Frank Gathmann

1. Platz DWZ < 1700: Immo Frese

2. Platz DWZ < 1700: Evgenij Iavitch

1. Platz DWZ < 1500: Patrick Dähn

2. Platz DWZ < 1500: Andreas Szymanski

1. Platz Jugendwertung U-20: Sam Ahmadi

Hier geht es zur Abschlusstabelle.

Hier geht es zur DWZ-Auswertung.

Robert Elsner erreicht 4 Punkte bei Deutscher Meisterschaft

Bericht über die Runden 5-9

Nach dem überragenden Start mit 3 Punkten aus 4 Partien ging es für Robert Elsner in der zweiten Turnierhälfte Schlag auf Schlag gegen superstarke Gegner weiter. In der 5. Runde zeigte Ruben Lutz (DWZ 2077) aus Dresden wie man eine strukturelle Schwäche in der gegnerischen Stellung ausnutzt:

Robert hat den Nachteil des rückständigen Bauers e6, den sich sein Gegner lehrbuchhaft zu Nutze macht: Das Feld vor dem Bauern (e5) wird mit einer Figur besetzt, sodass der Bauer auf dem Feld e6 fixiert und der Lc8 an die Verteidigung des Bauers gebunden wird. Diesen Vorteil verwertete Ruben souverän im Endspiel.

In der Nachmittagsrunde musste sich Robert mit Weiß einem starken Angriff von Jonas Gallasch (DWZ: 2089) erwehren:

Weiß hat bereits einen Bauern weniger und droht am Damenflügel überrollt zu werden. Um das zu vermeiden opferte Robert mittels 22.Le4 die Qualität – Eine gute praktische Entscheidung. 22…Sxc3 23.Lxh7+ Kf8 24.Lxc3 Lxa3 25.d5 Lh3 26.Sg6+ Kf7 27.Sf4 Te8

Auf dem ersten Blick wirkt es nicht so, als könnte der weiße Angriff die Minusqualität ausreichend kompensieren. Doch dieser Eindruck trügt, denn die Computer sehen Weiß im klaren Vorteil, z.B. mit folgenden Varianten:

a) 28.Ta2 Lc5 29.Dg6+ Kf8 30.Dh5 mit den Drohungen 31.Sg6+ Ke8 32.Se5+ sowie 31.Dxh3

b) 28.Ta2 Ld6 29.Sxh3 Dxh3 30.Txa7+

c) 28.Sxh3 Dxh3 29.d6 Dd7 30.Lxf6

Natürlich sind diese Computervarianten am Brett extrem schwierig zu finden, doch illustrieren sie gut die Komplexität der Stellung. Roberts Zug 28.Lxf6 ist ebenfalls gefährlich, objektiv steht nun jedoch wieder Schwarz besser. Sein Gegner fand alle erforderlichen Verteidigungszüge und fuhr den vollen Punkt ein.

In Runde 7 gegen Nikita Schubert (DWZ: 1883) vom ESV Gera gelang Robert mit Schwarz eigentlich eine gute Partie:

Robert hat aufgrund eines Mehrbauers die bessere Stellung, doch Schach kann manchmal grausam sein: 29…d5 30.Lc5 1:0

Die folgende Weißpartie in der 8. Runde gegen den Berliner Nico Antonio Schauties (DWZ: 1834) stand ganz im Zeichen des Läuferpaars:

Die schwarzen Läufer stehen hervorragend und die Drohung Lg5 bereitet Weiß Kopfzerbrechen. Daher probierte Robert mit 21.Lxe6+ fxe6 22.Dc4+ Gegenspiel zu kreieren. Allerdings behielt sein Gegner die Nerven und gewann die Partie.

In der Abschlussrunde spielte Robert mit Schwarz gegen den Alexandre Divry (DWZ: 1654) vom SC Neumühl und ging erstmals seit der 2. Runde wieder favorisiert in die Partie. Mit einem geradlinigen Königsangriff bescherte sich Robert einen erfolgreichen Turnierabschluss:

Weiß am Zug kann seinen wichtigen Bauern g2 nicht mehr verteildigen. Diesen Vorteil verwertete Robert sicher zum Partiegewinn.

Insgesamt erzielte Robert somit starke 4 Punkte und mit dem 31. Platz exakt seinen Setzranglistenplatz. Es hat wieder viel Spaß gemacht, das Turnier live mitzuverfolgen.

Hier könnt ihr Roberts Partien nachspielen.

Erfolgreicher Start für Robert Elsner bei der Deutschen Meisterschaft U14 in Willingen!

Bericht von Frank Gathmann über die Runden 1-4

Gleich in der ersten Runde zeigte Robert, dass mit ihm zu rechnen ist. Gegen Aik Arakelian aus NRW, DWZ 2066, kam Robert frühzeitig in Vorteil. Schwarz wollte allerdings nicht tatenlos zusehen, wie ihm zunehmend die Daumenschrauben angezogen werden und spielte mutig 8.-f7-f5?!

Nun hatte Robert die Möglichkeit, weiter auf seinen erheblichen positionellen Vorteil zu spielen. Mit 9. e4-e5. Doch Robert wählte 9.e4xf5 Sxf5!? 10.Lxf8 Dxf8 und hatte jetzt eine ganze Qualität mehr. Auch in dieser Abwicklung stand Robert erheblich besser. Doch in den darauffolgenden Verwicklungen verlor Robert etwas Übersicht und kam schließlich unter die Räder. Das kühne Spiel seines Gegners wurde belohnt.

In der zweiten Runde spielte Robert mit Schwarz gegen Keoki Wellßow aus Mecklenburg-Vorpommern, DWZ 1537.

In dieser Stellung fand Robert den starken Zug 19.-Sg4-f2! Nach 20.Lxc8 Dxc8 21.Lf4 Dh3+ 22.Kf3 Dg4+ 23.Kg2 Tf8! konnte er seinen ersten Punkt verbuchen. 

Der nächste volle Punkt folgte gleich darauf in der 3. Runde. Sein Gegner, Momchil Kosev aus Erfurt, hat eine DWZ von 1943. Dieser hatte soeben 17.-Sxd5 gespielt, was unangenehm aussieht für Weiß. Der schwarze Springer auf d5 ist tabu wegen Dxc2 matt.

Doch Robert fing an zu zaubern und fand einen Weg, dem Unsympathling auf d5 ans Leder zu gehen: 18.Lxd7+ Kxd7 19.Sc5+! dxc5 20.Dxd5+. Robert spielte konzentriert weiter und behielt auch zum Schluss die Nerven:

34.-cxb2+ 35.Kb1! Txf5 36.Th8+ Ke7 37.De4+ De6 38. Te8+ 1:0

Robert fand sich nun im oberen Tabellenfeld wieder, wo sich die 2000er im Haifischbecken tummeln. Und es sollte noch besser kommen: Robert gewann auch in Runde 4 und zwar mit Schwarz gegen Erik Simukow aus Kassel, DWZ 2033. Eine Partie, in der Robert mehrere erstaunliche und mutige Züge fand. Der erste war ein positionelles Bauernopfer in dieser Stellung:

14.-Dd8-c7!? 15.Sxd5 cxd5 16.Lxd5

Und jetzt der nächste Kracher: 16.-Tf8-c8! Robert opfert eine Qualität für starken Angriff. 17.Lxa8 Dxc2+ 18. Ka1 Txa8. In der kommenden Phase spielte Robert einige großartige ruhige Züge zur Vorbereitung des entscheidenden Angriffs. Irgendwann stand dann diese Stellung auf dem Brett:

Die weiße Dame ist an die Verteidigung von a2 gebunden. Die weiße Grundreihe sieht verdächtig schwach aus. Doch wie das ausnutzen? Robert fand auch hier eine wundervolle Lösung und entkorkte 23.e5-e4! 24.fxe4 Ld4! Weiß wird matt auf c1 oder verliert den Le3. Wenige Züge später hatte Robert den dritten Sieg in Folge eingefahren.

U14-Mannschaft erreicht 3. Platz bei Landesmeisterschaft

Am verlängerten Himmelfahrt-Wochenende trat unsere U-14-Mannschaft in der Besetzung Robert Elsner, Nik Stelling, Hannes Braun und Sam Ahmadi bei den Landesmannschaftsmeisterschaften in Verden an. Als Betreuer unterstützte unser Jugendwart Patrick Dähn das Team.

Am ersten Tag warteten mit dem Hildesheimer SV und dem KSV Rochade Göttingen 2 die beiden untersten Mannschaften der Setzrangliste. Doch bei einer Landesmeisterschaft können alle Spieler gut Schachspielen, wie unser Team beim 1:3 gegen Hildesheim und beim 2:2 gegen Göttingen schmerzlich zu spüren bekam. Ein hartes Turnier stand bevor, denn ab dem zweiten Tag ging es gegen die noch stärker eingeschätzten Turnierfavoriten.

Doch mit einem 2:2 gegen den späteren Turniersieger SC Papenburg, bei dem Robert mit einem Schwarzsieg gegen Landeseinzelmeister Sören Evering brillierte, kämpfte sich das Team zurück in das Turnier. Der Auftakt zu einer tollen Serie: Mit Siegen gegen den SC Aurich (3:1), den KSV Rochade Göttingen (2,5:1,5) und den SK Lehrte (3,5:0,5) arbeitete sich unser Team bis auf den 3. Platz vor und hatte mit einem Sieg gegen den Hagener SV sogar noch die Chance zur Qualifikation für die Norddeutsche Meisterschaft. Dafür reichte es allerdings nicht mehr, denn dieses Spiel ging mit 0,5:3,5 verloren.

Insgesamt dennoch eine tolle Teamleistung, die mit dem 3. Platz belohnt wurde. Insbesondere aufgrund des schwierigen Starts eine starke Leistung!

Hier geht es zur Turnierseite.