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Aktuelle Empfehlungen

ab 25.10. Vereinsmeisterschaft 2019/2020
7 Runden klassisches Schach
Achtung: Trainingsaufgaben!
Siehe oben in der Menüleiste unter "Training"
Senioren-Pokalmannschaftsmeisterschaft der Vereine
Meldeschluss ist der 10. Oktober 2019.

Vereinsabend

Immer mittwochs und freitags in der Begegnungsstätte Altwarmbüchen, an der Riehe 32, 30916 Isernhagen.
Ab 16:30 Uhr für Kinder und Jugendliche, ab 18 Uhr für Erwachsene. Wir freuen uns auf euch!

Kuriositäten vom Langenhagener Sommeropen – Teil 1

von Marius Eilert

In den vielen spannenden Partien des Langenhagener Sommeropens erlebten wir auch einige kuriose Stellungen, die die beteiligten Spieler sicherlich nicht so schnell vergessen werden. Eine davon stammt aus meiner Verlustpartie gegen Daniel Schulz von Hannover 96. Nachdem ich ausgangs der Eröffnung strategisch klar überspielt wurde, setzte ich meine Hoffnungen in einen Königsangriff. Schließlich stand folgende Stellung auf dem Brett, in der ich mit Schwarz am Zug war:

Nach der Partie zeigte mir mein Gegner wie ich in der Diagrammstellung das Dauerschach hätte erzwingen können. Ärgerlich, dass ich diese Chance übersehen habe, doch nachdem ich am Vortag eine unklare Stellung im 38. Zug durch Zeitüberschreitung gewonnen hatte, erschien es mir als ausgleichende Gerechtigkeit, hier einen halben Punkt liegengelassen zu haben. Als uns dann aber die Kiebitze zeigten, wie Schwarz in der Diagrammstellung sogar direkt hätte gewinnen können, waren mein Gegner und ich dann doch schockiert. Daher hier die Quizfragen:

1) Mit welchem zweitbesten Zug erzwingt Schwarz das Dauerschach?

2) Mit welchem Zug kann Schwarz sogar direkt gewinnen?

Hier geht es zur Lösung.

Internationales Langenhagener Sommer-Open der Schachtiger Langenhagen

Bericht von Frank Gathmann

Das zum ersten Mal von den Schachtigern ausgerichtete Turnier hat Aufsehen erregt und war mit einem GM, einem IM, fünf FM und insgesamt 12 Spielern mit einer DWZ von 2200 oder mehr ganz stark besetzt. Auch fünf Schachdrachen waren mit von der Partie. Einen schönen Erfolg verbuchte Marius, der die Erwartungen übererfüllen konnte und nach seinem grandiosen 100%-Sieg beim Frühjahrsopen derzeit wirklich einen Lauf hat.
Hier geht es zu den Ergebnissen. Abschlusstabelle A-Open und Abschlusstabelle B-Open

Schachtiger Sommeropen 2019

Spannendes Ende des 1. Langenhagener Sommeropens

Am Sonntag den 07.07.2019 ist das erste Internationale Langenhagener Sommeropen schon wieder zu Ende gegangen. Die Drachen konnten leider vor der 7. Runde keine Preisränge mehr erreichen, spannend war es aber trotzdem:

Marius spielte im A-Open mit 3,5 Punkten die letzte Runde gegen Andreas Herrmann (SF Hannover, ELO 2119). Am Vorabend hatte er sich noch die Partie angesehen, die Julian 2016 gegen Herrmann gespielt hatte. Es kam wieder dieselbe Eröffnung aufs Brett und Marius konnte die Partie schnell zu seinen Gunsten entscheiden. Mit 4,5 Punkten schneidet Marius damit auf einem überragenden 14. Platz ab und bestätigt seine neue DWZ von 2100.

Julian startete ebenfalls mit 3,5 Punkten in die letzte Runde und musste gegen Torben Knüdel (PSV Uelzen, ELO 2151) ran. Nachdem dieser die Eröffnung ungenau gespielt hatte, hatte Julian leichten Vorteil im Mittelspiel. In der Zeitnotphase tauschte er dann einige Figuren ab und gelangte in ein ausgeglichenes Leichtfigurenendspiel. Dann aber der Schock im 41. Zug: Die Zeitnot war gerade überstanden und es war Zeit, genauer nachzudenken. Genau hier machte er den Fehler und verlor einen Bauern und die Partie. Mit 50% der Punkte kann er dennoch zufrieden sein und erreicht mit Platz 29 etwa seinen Setzranglistenplatz.

Robert hatte als Vorletzter der Setzrangliste einen harten Stand im Turnier und musste an Tag 2 noch wegen eines Arztbesuches eine Partie kampflos verloren geben. In der Nachmittagspartie hatte er gegen den erfahrenen Schachtiger-Vorsitzenden Manfred Backhaus ein Remis erzielen können, musste sich aber an Tag 3 wiederum zwei Mal geschlagen geben, unter anderem gegen den erfahrenen Fredrik Polenz, der zuvor gegen Marius remisiert hatte. Am letzten Tag besiegte Robert aber nochmal gegen den jungen Tim Sauer (SZ Bemerode, ELO 1635) und konnte damit einen guten Schlusspunkt setzen.

Auch Werner hatte in dem extrem starken Teilnehmerfeld zu kämpfen, nach sechs Runden hatte er 2 Remisen auf dem Konto. In der letzten Runde gab es zum Abschluss nochmal ein versöhnliches Unentschieden gegen Manfred Backhaus (ST Langenhagen, DWZ 1866). Mit 1,5 Punkten beendet Werner das Turnier damit punktgleich mit Robert.

Michael hatte im B-Open vor der letzten Runde 2 Siege und 2 Remisen gesammelt und musste in der letzten Runde noch einmal gegen den jungen Matthis Berkenkamp (SK Verden, DWZ 1039) antreten. Er hatte bereits ein gewonnenes Endspiel erreicht und sah ein Turmopfer als gewinnbringende Kombination. Doch dann der Schock: Sein Gegner konnte mit einem Zwischenschach das Turmopfer widerlegen und die Partie gewinnen. So blieb es bei 3 Punkten für Michael und Platz 17.

Turniersieger im A-Open wurde GM Sergej Ovsejevitsch gefolgt von IM Aljoscha Feuerstack und FM Wilfried Bode.

Das B-Open gewann Leon Niemann mit überragenden 7 Punkten aus 7 Partien.

Es war ein sehr schönes Turnier in toller Atmosphäre in der Mensa der IGS Langenhagen. Vielen Dank an die Schachtiger für die tolle Organisation, wir hoffen auf eine Neuauflage im nächsten Jahr. (J.E.)

Marius Eilert gewinnt Frühjahrsopen 2019

Mit der vollen Punktzahl gewann Marius Eilert souverän das diesjährige Frühjahrsopen. Die Entscheidung über den Turniersieg fiel in der 6. Runde, als Marius gegen seinen bis dahin ärgsten Verfolger Frank Gathmann siegreich blieb.

Zur größten Überraschung des Turniers avancierte Thomas Moseler, der trotz Setzranglistenplatz 19 das gesamte Turnier vorne mitspielte und einen herausragenden 2. Platz erreichte.

Ebenfalls ein hervorragendes Turnier spielte Dieter Stummeyer, der sich durch einen Sieg in der Schlussrunde noch auf den 3. Platz vorschob.

Die weiteren Preisträger:

4. Platz: Robert Elsner

5. Platz: Frank Gathmann

1. Platz DWZ < 1700: Immo Frese

2. Platz DWZ < 1700: Evgenij Iavitch

1. Platz DWZ < 1500: Patrick Dähn

2. Platz DWZ < 1500: Andreas Szymanski

1. Platz Jugendwertung U-20: Sam Ahmadi

Hier geht es zur Abschlusstabelle.

Hier geht es zur DWZ-Auswertung.

Robert Elsner erreicht 4 Punkte bei Deutscher Meisterschaft

Bericht über die Runden 5-9

Nach dem überragenden Start mit 3 Punkten aus 4 Partien ging es für Robert Elsner in der zweiten Turnierhälfte Schlag auf Schlag gegen superstarke Gegner weiter. In der 5. Runde zeigte Ruben Lutz (DWZ 2077) aus Dresden wie man eine strukturelle Schwäche in der gegnerischen Stellung ausnutzt:

Robert hat den Nachteil des rückständigen Bauers e6, den sich sein Gegner lehrbuchhaft zu Nutze macht: Das Feld vor dem Bauern (e5) wird mit einer Figur besetzt, sodass der Bauer auf dem Feld e6 fixiert und der Lc8 an die Verteidigung des Bauers gebunden wird. Diesen Vorteil verwertete Ruben souverän im Endspiel.

In der Nachmittagsrunde musste sich Robert mit Weiß einem starken Angriff von Jonas Gallasch (DWZ: 2089) erwehren:

Weiß hat bereits einen Bauern weniger und droht am Damenflügel überrollt zu werden. Um das zu vermeiden opferte Robert mittels 22.Le4 die Qualität – Eine gute praktische Entscheidung. 22…Sxc3 23.Lxh7+ Kf8 24.Lxc3 Lxa3 25.d5 Lh3 26.Sg6+ Kf7 27.Sf4 Te8

Auf dem ersten Blick wirkt es nicht so, als könnte der weiße Angriff die Minusqualität ausreichend kompensieren. Doch dieser Eindruck trügt, denn die Computer sehen Weiß im klaren Vorteil, z.B. mit folgenden Varianten:

a) 28.Ta2 Lc5 29.Dg6+ Kf8 30.Dh5 mit den Drohungen 31.Sg6+ Ke8 32.Se5+ sowie 31.Dxh3

b) 28.Ta2 Ld6 29.Sxh3 Dxh3 30.Txa7+

c) 28.Sxh3 Dxh3 29.d6 Dd7 30.Lxf6

Natürlich sind diese Computervarianten am Brett extrem schwierig zu finden, doch illustrieren sie gut die Komplexität der Stellung. Roberts Zug 28.Lxf6 ist ebenfalls gefährlich, objektiv steht nun jedoch wieder Schwarz besser. Sein Gegner fand alle erforderlichen Verteidigungszüge und fuhr den vollen Punkt ein.

In Runde 7 gegen Nikita Schubert (DWZ: 1883) vom ESV Gera gelang Robert mit Schwarz eigentlich eine gute Partie:

Robert hat aufgrund eines Mehrbauers die bessere Stellung, doch Schach kann manchmal grausam sein: 29…d5 30.Lc5 1:0

Die folgende Weißpartie in der 8. Runde gegen den Berliner Nico Antonio Schauties (DWZ: 1834) stand ganz im Zeichen des Läuferpaars:

Die schwarzen Läufer stehen hervorragend und die Drohung Lg5 bereitet Weiß Kopfzerbrechen. Daher probierte Robert mit 21.Lxe6+ fxe6 22.Dc4+ Gegenspiel zu kreieren. Allerdings behielt sein Gegner die Nerven und gewann die Partie.

In der Abschlussrunde spielte Robert mit Schwarz gegen den Alexandre Divry (DWZ: 1654) vom SC Neumühl und ging erstmals seit der 2. Runde wieder favorisiert in die Partie. Mit einem geradlinigen Königsangriff bescherte sich Robert einen erfolgreichen Turnierabschluss:

Weiß am Zug kann seinen wichtigen Bauern g2 nicht mehr verteildigen. Diesen Vorteil verwertete Robert sicher zum Partiegewinn.

Insgesamt erzielte Robert somit starke 4 Punkte und mit dem 31. Platz exakt seinen Setzranglistenplatz. Es hat wieder viel Spaß gemacht, das Turnier live mitzuverfolgen.

Hier könnt ihr Roberts Partien nachspielen.

Erfolgreicher Start für Robert Elsner bei der Deutschen Meisterschaft U14 in Willingen!

Bericht von Frank Gathmann über die Runden 1-4

Gleich in der ersten Runde zeigte Robert, dass mit ihm zu rechnen ist. Gegen Aik Arakelian aus NRW, DWZ 2066, kam Robert frühzeitig in Vorteil. Schwarz wollte allerdings nicht tatenlos zusehen, wie ihm zunehmend die Daumenschrauben angezogen werden und spielte mutig 8.-f7-f5?!

Nun hatte Robert die Möglichkeit, weiter auf seinen erheblichen positionellen Vorteil zu spielen. Mit 9. e4-e5. Doch Robert wählte 9.e4xf5 Sxf5!? 10.Lxf8 Dxf8 und hatte jetzt eine ganze Qualität mehr. Auch in dieser Abwicklung stand Robert erheblich besser. Doch in den darauffolgenden Verwicklungen verlor Robert etwas Übersicht und kam schließlich unter die Räder. Das kühne Spiel seines Gegners wurde belohnt.

In der zweiten Runde spielte Robert mit Schwarz gegen Keoki Wellßow aus Mecklenburg-Vorpommern, DWZ 1537.

In dieser Stellung fand Robert den starken Zug 19.-Sg4-f2! Nach 20.Lxc8 Dxc8 21.Lf4 Dh3+ 22.Kf3 Dg4+ 23.Kg2 Tf8! konnte er seinen ersten Punkt verbuchen. 

Der nächste volle Punkt folgte gleich darauf in der 3. Runde. Sein Gegner, Momchil Kosev aus Erfurt, hat eine DWZ von 1943. Dieser hatte soeben 17.-Sxd5 gespielt, was unangenehm aussieht für Weiß. Der schwarze Springer auf d5 ist tabu wegen Dxc2 matt.

Doch Robert fing an zu zaubern und fand einen Weg, dem Unsympathling auf d5 ans Leder zu gehen: 18.Lxd7+ Kxd7 19.Sc5+! dxc5 20.Dxd5+. Robert spielte konzentriert weiter und behielt auch zum Schluss die Nerven:

34.-cxb2+ 35.Kb1! Txf5 36.Th8+ Ke7 37.De4+ De6 38. Te8+ 1:0

Robert fand sich nun im oberen Tabellenfeld wieder, wo sich die 2000er im Haifischbecken tummeln. Und es sollte noch besser kommen: Robert gewann auch in Runde 4 und zwar mit Schwarz gegen Erik Simukow aus Kassel, DWZ 2033. Eine Partie, in der Robert mehrere erstaunliche und mutige Züge fand. Der erste war ein positionelles Bauernopfer in dieser Stellung:

14.-Dd8-c7!? 15.Sxd5 cxd5 16.Lxd5

Und jetzt der nächste Kracher: 16.-Tf8-c8! Robert opfert eine Qualität für starken Angriff. 17.Lxa8 Dxc2+ 18. Ka1 Txa8. In der kommenden Phase spielte Robert einige großartige ruhige Züge zur Vorbereitung des entscheidenden Angriffs. Irgendwann stand dann diese Stellung auf dem Brett:

Die weiße Dame ist an die Verteidigung von a2 gebunden. Die weiße Grundreihe sieht verdächtig schwach aus. Doch wie das ausnutzen? Robert fand auch hier eine wundervolle Lösung und entkorkte 23.e5-e4! 24.fxe4 Ld4! Weiß wird matt auf c1 oder verliert den Le3. Wenige Züge später hatte Robert den dritten Sieg in Folge eingefahren.